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Hungrig nach Gemeinschaft

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Herausgegeben von in Aufwachen ·
Irgendwann war ich hungrig auf der Suche nach Gemeinschaft! Und es stellte sich heraus, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sah...

Schon einmal schrieb ich über meine Intention, eine Schule zu gründen. Heute folgt der Artikel, auf den ich damals hinwies.

Im Frühjahr Jahr 2016 war unsere Schulgründungsinitiative auf dem Vormarsch. Viele Telefonate die ich führte, zeigten mir schnell, dass jede Menge Leute für diese Schule nicht nur aus dem Inland, sondern sogar auch aus dem Ausland hierher ziehen würden!

Das war sehr bewegend. So kam mir die Idee, eine Gemeinschaft um die Schule zu bauen. Wir waren damals auf Gebäudesuche. So kam eines zum anderen und ich fand mich einige Wochen später vor dem Gemeinderat wieder und erzählte meine Vision und meinen Traum!





Ich begann gemeinsam mit meinen Eltern, meinem Mann und einer weiteren Familie, ein Konzept zu schreiben. Wir entschieden, es bekannt zu machen. Die Gemeine gab uns ein einstimmiges Ja. Einen Zeitungsartikel siehst du hier. Es waren sehr bewegende Monate…

Es folgte ein erstes öffentliches Treffen, viele Leute waren von weit her angereist, um meiner Stimme und meinen/unseren Ideen zu lauschen. Hier möchte ich meine Einleitung aus dem Gesamtkonzept mit euch teilen:


1. Einleitung - die Vision
Am Sonntag wurde Großvater achtzig Jahre alt. Da standen wir alle früh auf in Bullerbü, kann ich euch sagen!
( "Lindgren, Astrid - Die Kinder Aus Bullerbue - Scribd." 2014. 3 May. 2016 <https://de.scribd.com/doc/74240725/Lindgren-Astrid-Die-Kinder-Aus-Bullerbue>)

So fängt eine der vielen Geschichten aus „Die Kinder aus Bullerbü“, von einer der bekanntesten Kinderbuchautorin der Welt, Astrid Lindgren an. Weiter in dieser Geschichte wird beschrieben, dass alle Dorfbewohner, den Großvater zu seinem Ehrentag besuchen, es wird gefeiert und gelacht, aber auch über ernste Themen gesprochen, so heißt es weiter in der Geschichte:

Wir lasen Großvater die ganze Zeitung vor… Es standen übrigens nur traurige Sachen in der Zeitung, von Krieg und Krieg und wieder Krieg. „Wenn der Krieg nun mal hierher kommt und Bullerbü kaputt macht“, sagte Bosse. „Glaubst du das Großvater?“ „O nein“, sagte der Großvater, das tut er nicht. Der liebe Gott wird seine Hand sicher über unser kleines Bullerbü halten“. „Das hoffe ich auch“, sagte Britta, denn ich will in Bullerbü wohnen, solange ich lebe!
( "Lindgren, Astrid - Die Kinder Aus Bullerbue - Scribd." 2014. 3 May. 2016 <https://de.scribd.com/doc/74240725/Lindgren-Astrid-Die-Kinder-Aus-Bullerbue>)

Und auch in den anderen Geschichten aus Bullerbü wird eines klar, die kleinen Helden der Geschichten leben gerne im Dorf Bullerbü. Im Einband erfährt man dann auch warum:

Man kann Höhlen graben oder Hütten bauen, auf Schatzsuche gehen, oder wie ein Landstreicher in der Scheune übernachten. Man kann Angeln, oder Krebse fangen, Schlittschuh laufen, oder um die Wette rodeln. …
"Die Kinder aus Bullerbü von Astrid Lindgren: Oetinger ..." 2016. 3 May. 2016 <http://www.zvab.com/Kinder-Bullerb%C3%BC-Astrid-Lindgren-Oetinger-Friedrich/13823381486/bd>

Die Geschichte des Dorfes, von dem unzähligen jungen Menschen als Buch vorgelesen, oder selbst erlesen wird, ist jedoch nur ein Buch. Die Beliebtheit solcher Geschichten zeigen die  Sehnsucht nach der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Die Bullerbü-Geschichte macht deutlich, dass junge Menschen in einer getragenen Gemeinschaft liebevoll wachsen können, sowie dass ältere von der Gemeinschaft nicht vergessen werden und das Eltern durch dieses Zusammenleben Arbeit und Familie vereinen können.

Jedoch schauen wir uns heute um und suchen dieses Dorf vergeblich. Ein Inselleben in vermeintlicher Dorfgemeinschaft ist üblicher denn je. Jung und Alt leben in Parallelwelten, oft Grundstück an Grundstück, jedoch isoliert voneinander. Zudem wird  im Alltag von einer Insel zur nächsten gelebt, zwischen Arbeit, Kindergarten und Schule, werden Vereine besucht oder andere Aktivitäten ausgeübt, um die vermeintliche Gemeinschaft zu finden, oder einen Ausgleich in dieser Struktur zu schaffen.

Regelschulen bieten kaum Platz für die Potentialentfaltung unserer Kinder, viele Bildungseinrichtungen schaffen es nicht, aktuelle entwicklungspsychologische Erkenntnisse und soziale Veränderungen in ihren Alltag zu übernehmen.

Aus diesem Grund haben wir uns zusammengeschlossen, um ein innovatives Dorfprojekt für eine ganzheitliche Lebenskultur zu realisieren.

Die Gemeinschaft wird ein Umfeld bieten, an dem wir unsere Lern- und Bildungslandschaft selbst gestalten, an dem jedes Individuum - ob jung oder alt - seine Fähigkeiten und Talente entdecken, erleben und frei entfalten kann und sein Wissen und seine Fertigkeiten an Andere weitergibt. Neben der freien Bildung stehen ökologische Intelligenz, Mehrgenerationen wohnen, ein gleichwürdiger und bedürfnisorientierter Umgang, sowie die beständige Integration in das regionale Umfeld im Vordergrund.

2. Ausgangssituation & Motivation
Die weltweit bekannte Kinderbuchautorin Astrid Lindgren wurde 1978 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels Ausgezeichnet. In ihrer Dankesrede „Niemals Gewalt“ sagt sie folgendes:

Die Politiker versammeln sich in großer Zahl zu immer neuen Gipfelgesprächen… Wir alle wissen, dass ein neuer Weltkrieg keinen von uns verschonen wird…. Müssen wir uns nach diesen Jahrtausenden ständiger Kriege nicht fragen, ob der Mensch nicht vielleicht schon in seiner Anlage fehlerhaft ist? Und sind wir unserer Aggressionen wegen zum Untergang verurteilt? Wir alle wollen ja den Frieden. Gibt es denn da keine Möglichkeit, uns zu ändern, ehe es zu spät ist? Könnten wir es nicht vielleicht lernen, auf Gewalt zu verzichten? Könnten wir nicht versuchen, eine ganz neue Art Mensch zu werden? Wie aber sollte das geschehen, und wo sollte man anfangen? Ich glaube, wir müssen von Grund auf beginnen. Bei den Kindern… Die jetzt Kinder sind, werden ja einst die Geschäfte unserer Welt übernehmen, sofern dann noch etwas von ihr übrig ist. Sie sind es, die über Krieg und Frieden bestimmen werden und darüber, in was für einer Gesellschaft sie leben wollen. In einer, wo die Gewalt nur ständig weiterwächst, oder in einer, wo die Menschen in Frieden und Eintracht miteinander leben. Gibt es auch nur die geringste Hoffnung darauf, dass die heutigen Kinder dereinst eine friedlichere Welt aufbauen werden, als wir es vermocht haben ? Und warum ist uns dies trotz allen guten Willens so schlecht gelungen ?
Leßner, R. "Ausschnitt aus Lindgren-Rede "Niemals Gewalt"." 2006. <http://www.swr.de/-/id=1805188/property=download/l6qpbr/index.rtf>

Diese Rede wurde 1978 gehalten, das ist 38 Jahre her. Seitdem sind wir in ein neues Jahrhundert gewechselt. Mehr denn je brauchen wir Querdenker und Menschen die neue Probleme lösen und Strategien entwickeln können.

Die Rohstoffversorgung für die EU entwickelt sich zunehmend kritischer. Zu diesem Ergebnis ist ein neuer Bericht der EU-Kommission gekommen.
"scinexx | Europa droht Rohstoffknappheit: EU-Kommission ..." 2010. 3 May. 2016 <http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11825-2010-06-18.html>

Die Notlagen und Probleme der heutigen Zeit sind groß, die Ressourcen der Erde sind vielfach erschöpft, Klimawandel, Kriege und Hungersnöte bringen die Menschen in Not.

1992 haben sich die Vereinten Nationen zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bekannt. In Rio de Janeiro verabschiedeten sie ein globales Aktionsprogramm. Mit der "Agenda 21" erklärte sich jeder der über 170 Unterzeichnerstaaten bereit, das Leitbild national in allen Politikbereichen unter Beteiligung von Gesellschaft und Wirtschaft umzusetzen. Auch Deutschland hat unterzeichnet.

2002 legte deshalb die Bundesregierung die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland" vor. Ein 2010 beschlossenes Maßnahmenprogramm benennt Aufgaben und Ziele, mit deren Hilfe die Bundesregierung in ihrem eigenen Verantwortungsbereich die Nachhaltigkeitsziele erreichen will.
"Bundesregierung | Nachhaltigkeitsstrategie | Die nationale ..." 2014. 3 May. 2016 <https://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Nachhaltigkeit/1-Nationale-N-Strategie/2006-07-27-die-nationale-nachhaltigkeitsstrategie.html>

Eine Bewegung die ihren Ursprung in den Jahren um 1970 hat, gewinnt doch erst heute immer mehr an Zuwachs und Bestätigung. Hirn- und Bindungsforscher, Diplompädagogen, Kinderärzte, Hebammen und andere pädagogische und psychologische Fachpersonen Bündeln ihr Wissen und räumen Ammenmärchen und veraltete Muster im Familienalltag aus dem Weg.

Die Rede ist von Attachment Parenting, dieser Name wurde vom Kinderarzt Dr. William Sears geprägt, ins deutsche kann man es mit bindungs-bedürfnissorientierte Elternschaft übersetzten. Auch wird häufig von Unerzogen, oder Beziehung statt Erziehung, oder Ökologie der Kindheit, oder gar vom artgerecht Projekt gesprochen. Es wurde festgestellt, dass junge Menschen die nach dem Attachment Parenting Prinzip aufwachsen, weit mehr Fähigkeiten haben sich einzufühlen.

Schon in den Grundschuljahren zeigt sich, dass AP-Kinder die Fähigkeit haben zu erkennen, wem sie vertrauen können und wer Hilfe braucht. Sie haben ein gutes Gefühl dafür, was richtig und was falsch ist. AP-Kinder können sich in andere hineinversetzen und verstehen, wie ihr eigenes Verhalten sich auf andere auswirkt. Sie sind damit aufgewachsen, dass ihre Eltern sie verstanden haben und können dieses Wissen nun auf andere Personen anwenden. Sie als Eltern können ihren Kindern Vorschläge machen, wie sie mit bestimmten Situationen besser umgehen können.
"Artikel als PDF-Datei herunterladen (gratis)." 2014. 3 May. 2016 <http://www.unerzogen-magazin.de/download/?b=false&artID=415>

Wissenschaftler haben festgestellt das ein Mensch nur lernt, wenn er begeistert ist. So stellt Gerald Hüther in einem seiner vielen Texte es wie folgt dar.

Zwanzig bis fünfzig mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Diese Botenstoffe bringen nachgeschaltete Nervenzellverbände dazu, verstärkt bestimmte Eiweiße herzustellen. Diese werden für das Auswachsen neuer Fortsätze, für die Bildung neuer Kontakte und für die Festigung und Stabilisierung all jener Verknüpfungen gebraucht, die im Hirn zur Lösung eines Problems oder zur Bewältigung einer neuen Herausforderung aktiviert worden sind.

Das ist der Grund, warum wir bei all dem, was wir mit Begeisterung machen, auch so schnell immer besser werden. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft. So werden all jene Stoffe produziert, die für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht werden. So einfach ist das: Das Gehirn entwickelt sich so, wie und wofür es mit Begeisterung benutzt wird.
"Begeisterung | ein Text von Gerald Hüther." 2014. 3 May. 2016 <http://www.gerald-huether.de/populaer/veroeffentlichungen-von-gerald-huether/texte/begeisterung-gerald-huether/>

Astrid Lindgren hat also Recht. Wenn wir bei dem Umgang mit unseren Söhnen und Töchtern nicht umdenken, werden wir in der Zukunft ein großes Problem haben. Verschiedene Theoretiker beleuchten den momentanen Zustand und es wird deutlich, dass wir auch in der Arbeitswelt weiter denken müssen:

Der Kreativitätsforscher Ken Robinson sagt voraus, dass uns das Festhalten am heutigen Schulsystem vor massive Probleme stellen wird. Die Konzentration auf bildungsbürgerliche Normen treibe auf unverantwortliche Weise Raubbau mit den menschlichen Ressourcen, weil viele Talente, die diesen Normen nicht entsprechen, unentdeckt bleiben. Ein Bildungssystem ohne Alternativen? Robinson, auf dessen Gedanken der Film immer wieder zurückkommt, geht sogar so weit, das aktuelle Bildungssystem als Gefahr für die menschliche Kreativität und ihren Einsatz zur Lösung von Problemen zu bezeichnen.
Durch die in der Schule allgegenwärtigen Tests und Prüfungen werde die Illusion genährt, es gäbe so etwas wie die eine richtige Lösung und keine Alternativen. Bestehendes werde nicht mehr kritisch hinterfragt und damit vermindere sich die Chance, tragfähige Lösungsansätze für die eingangs erwähnten globalen Krisen zu entwickeln, erheblich. Momentan fördere die Schule bei allen Menschen die gleichen Kenntnisse und Fähigkeiten, individuelle Stärken würden viel zu oft unbeachtet bleiben. Dabei brauchen wir die Vielfalt, oder wie Robinson sagt, Menschen, die „in ihrem Element“ sind und das tun, was sie am besten können. Der Personalmanager Thomas Sattelberger bekräftigt diesen Gedanken. Längst seien in der Wirtschaft nicht mehr nur die Einser-Abiturienten gefragt, sondern Bewerber, die sich durch Kreativität, Eigeninitiative und weitere Begabungen jenseits bildungsbürgerlicher Normierungen auszeichnen.”
"„Alphabet“ im Kontext der filmischen Arbeit von Erwin ..." 2013. 3 May. 2016 <http://www.kinomachtschule.at/data/alphabet_schulmaterial.pdf>

Es ist also möglich. Astrid Lindgren hat es vor 38 Jahren beschrieben, heute weiß man, wie man junge Menschen auf dem Weg zum Groß werder begleiten kann, um ihnen die volle Potentialentfaltung zu ermöglicht und ihre Selbstwirksamkeit zu fördern.

Das afrikanische Sprichwort: Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind aufzuziehen.
"Afrikanische Sprichwörter – Wikiquote." 2011. 3 May. 2016 <https://de.wikiquote.org/wiki/Afrikanische_Sprichw%C3%B6rter>
, macht darauf aufmerksam, dass es außer den Eltern noch viele weitere Menschen geben muss, um in einem gemeinschaftlichen Netzwerk gut leben zu können.

Heutzutage leben jedoch immer mehr Menschen in kleinen Haushalten und anonymen Wohneinheiten, Mehrgenerationshaushalte gibt es kaum noch. Ein Leben als Kleinfamilie ist modern und üblich. Statistiken der Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland zeigen auch, das der Trend zur Kleinfamilie geht.

Im Jahr 2011 lebte weniger als die Hälfte der 80,95 Millionen Personen in Deutschland in einer Familie.
"Lebensformen und Haushalte | bpb." 2012. 3 May. 2016 <http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61568/lebensformen-und-haushalte>

Der Schwerpunkt wird heute auf pädagogische Fremdbetreuungseinrichtungen gelegt, die Umwelteinflüsse im Alltag sind gleichgeblieben. Eltern sollen und müssen arbeiten. Somit wurde der Einstieg in die Fremdbetreuungseinrichtungen von einst dem 6. Lebensjahr mit Eintritt in die Schule und der damit verbundenen Schulanwesenheitspflicht, auf das 3. Lebensjahr mit Eintritt in den Kindergarten auch noch weiter verkürzt. Seit 2013 gibt es in Deutschland auch für Säuglinge ab dem 1. Lebensjahr einen Krippenplatz.

Von den 558.208 betreuten Kindern unter 3 Jahren war bezogen auf den 1. März 2012 für mehr als die Hälfte ein Betreuungsumfang von mindestens 36 Stunden pro Woche vertraglich vereinbart (51,1 Prozent). 21,8 Prozent der Kinder wurden hingegen maximal 25 Stunden in einer Kindertageseinrichtung oder durch eine Tagesmutter beziehungsweise einen Tagesvater betreut. "Kinder in Tagesbetreuung | bpb." 2008. 3 May. 2016 <http://www.bpb.de/wissen/VTB96X,0,0,Kinder_in_Tagesbetreuung.html>


Außerdem ist die Elternzeit an die Zuschüsse vom Staat gekoppelt, z.B. Elterngeld welches ab der Geburt bis max. zum 2. Lebensjahr bezogen werden kann. Der schnelle Wiedereintritt in den Beruf, nach dieser Familienzeit, ist aus finanziellen Gründen oft notwendig  und somit wird quasi von außen gesteuert, wann mit der Fremdbetreuung gestartet wird.

Zudem werden immer weniger Kinder geboren und es gibt  immer mehr ältere Menschen, die wiederum auch oft allein Leben.

Die seit Jahrzehnten sinkenden Geburtenzahlen und die beständig steigende Lebenserwartung führen zu einer deutlichen Veränderung des Verhältnisses zwischen jüngerer und älterer Generation.
"Die soziale Situation in Deutschland: Bevölkerung | www ..." 2012. 3 May. 2016 <http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/125530/die-soziale-situation-in-deutschland-bevoelkerung?show=image&i=61546>

Durch das Gesundheitswesen werden Menschen älter und sind länger fit. Oft bleibt er unter seines Gleichen mit älteren zusammen bis er stirbt.

Die fernere Lebenserwartung wird sich weiter erhöhen. Im Jahr 2060 können Männer im Alter von 60 Jahren durchschnittlich noch 26,6 und Frauen 30,1 weitere Lebensjahre erwarten.
"Lebenserwartung | bpb." 2012. 3 May. 2016 <http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61547/lebenserwartung>

Dieses Muster zieht sich also ab dem 1. Lebensjahr bis zum Ende des Lebens. Menschen gleichen Alters befinden sich in formalen Gruppen, weil unsere Gesellschaft dieses Muster unterstützt. Man geht von dem Grundgedanken aus, dass man sich effektiver um die Gruppe kümmern kann, als um einzelne Personen.

Wir machen uns auf den Weg und wollen eine Innovative Dorfgemeinschaft realisieren, um Menschen, die es anders wollen, eine Möglichkeit zu schaffen das Leben quasi neu zu erfinden und um auch allen anderen Menschen aufzuzeigen, wie es in der Praxis möglich ist den Alltag neu zu gestalten und nachhaltig zu leben.

Für unsere Gemeinschaftsgründung wollen wir das Wissen der heutigen Zeit bündeln und in unser tägliches Leben umsetzen.
Gerald Hüther hat eine Akademie für Potentialentfaltung eröffnet, eine seiner wichtigsten Aussagen ist:

Es kommt vielleicht gar nicht mehr darauf an, dass wir 1.000 neue Entdeckungen machen, es käme vielleicht eher darauf an, dass vorhandene Wissen endlich in unsere tägliche Lebenspraxis zu überführen.
"Akademie für Potentialentfaltung." 2015. 3 May. 2016 <http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org/>

Als weitere Motivation unseres Vorhabens nehmen wir den Dokumentarfilm “Tomorrow” von Cyril Dion und Mélanie Laurent.

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Bastards“, „Beginners“) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

TOMORROW trifft den Nerv der Zeit. Mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in den vergangenen Monaten in Frankreich zum Publikumsliebling und inspirierte dort schon mehr als eine Million Zuschauer. Für ihren mitreißenden Dokumentarfilm reisten Mélanie Laurent und Cyril Dion in zehn Länder. Wie bei einem Puzzle wird bald klar, dass erst die Summe der Lösungsansätze das Bild einer anderen Zukunft zeichnet. TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.
"TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen - Trailer (HD ..." 2016. 3 May. 2016 <https://www.youtube.com/watch?v=lJy_tAm9IJQ>

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Ich war so voller Eifer und setzte auf Alles! Leider kam es dazu, dass meine Familie sehr litt und es ihnen schlecht ging! Ebenso mir. In der geplanten Gemeinschaft kamen so viele zusammen und ich war sehr überfordert damit, meinem Gefühl und dem Wunsch nach Harmonie und Liebe in der Gruppe gerecht zu werden. Es gab Konflikte und Diskussionen, die mir die Kraft nahmen, ich war irgendwann nur noch ein Körper in einer leeren Hülle! Mir ging es schlecht! Ich stieg zweimal aus und dachte es würde gehen, wenn ich nur noch das Schulprojekt leitete.

Mein Unbehagen wuchs auch mit dem ausgewählten Gelände, es war mir viel zu besetzt von negativen Energien. Ich wagte den Schritt und teilte meinen Unmut mit! Leider war dies nicht im Sinne der Gemeinschaft und nach folgenden Reibereien stieg ich letztendlich aus dem Projekt aus.

Ich gab zu dem Zeitpunkt alles, was ich konnte. Sicher beging ich viele Fehler, doch diese waren für mich und meine Entwicklung genau richtig.

Bei einem meiner Aufarbeitungsgespräche mit meinem Vater war ich tief getroffen, ich zweifelte daran ob ich überhaupt gemeinschaftsfähig bin. Da sagte er:

“Viele der Mitglieder der Gemeinschaft leben noch nicht in einer. Wir hingegen schon!”
Mir wurde bewusst, dass ich Teil eines realen existierenden Gemeinschaftsgefüges bin, auf einem knapp 3 ha großem Gelände mit knapp 500 qm Wohnfläche, drei Nebengebäuden und nahe gelegenen Wald mit Fluss. Hier leben wir! Unser ältestes menschliches Mitglied wurde dieses Jahr 84 und unser jüngstes wurde 2 Jahre. Das war für mich sehr bewegend und ich habe es nicht mehr gesehen! Mehr zu unserer Gemeinschaft kannst du demnächst lesen...





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Ann-Kathrin Prelle
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