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Arco, ohne mich...

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Herausgegeben von in Entschleunigung ·
Ich liege zwischen meinen beiden Jungs im Bett. Zwischen meinen kranken Jungs. Der eine hält meine Haare. Sein Körper fiebert stark. Der andere röchelt, scheint aber das gröbste hinter sich zu haben.
Morgen um 9:34 Uhr fährt mein, nein unser Zug nach Rovereto und von dort soll es weiter gehen nach Arco. Und der Zug fährt ohne uns. Tränen laufen über mein Gesicht. Ja, wir fahren nicht. Meine Jungs sind krank. Mein Verstand sagt:“Da müssen die durch. Das sind doch keine Weicheier.“ Plötzlich denke ich an meine Kindheit. Krankheit wurde ignoriert. Ich habe, glaube ich, nur ein oder zwei Tage in meiner gesamten Schulzeit gefehlt: wegen hohen Fiebers. Einmal bin ich vor Krankheit ohnmächtig vom Stuhl gefallen, habe mich mehrfach erbrochen, bin mit dem Krankenwagen von der Schule direkt ins Krankenhaus gebracht worden und war am nächsten Tag wieder in der Schule. Bloß keine Schwäche zeigen. Ich habe meinen Körper gelernt zu ignorieren und zu übergehen. Immer und immer wieder. Und jetzt kommt der Schmerz hoch. Ich fühle ihn und ich spüre starke Liebe zu mir und meinem Körper. Ich will ihn wieder wertschätzen, ihn als mein Haus ehren, seine Zeichen achten. Als kleines Mädchen wusste ich, dass ich unsterblich bin. Ich wusste es einfach. Ich wusste auch, dass ich so voller Kraft bin und ich alles schaffen kann. Dieses Wissen glüht noch in mir, es keimt gerade wieder.
Nein, ich werde nicht zulassen, dass ich als Mutter die Bedürfnisse meiner Jungs übergehe. Sie wollen nicht und ich will auch nicht. Mein Mutterherz ist nicht in seiner größten Freude, wenn ich nach Arco fahre.
Mein Verstand bombardiert mich: „Du hast doch so viel Geld bezahlt.“ „Du wirst aus der Gruppe ausgeschlossen.“ „Du bist ein Versager. Nie machst du mal, was Außergewöhnliches. Immer bleibst du in deiner kleinen Welt.“ und ich verlange gerade nach noch mehr Sätzen, aber mein Verstand ist ruhig. Ah nein nun droht er mir damit, dass ich zugrunde gehe, weil ich alles verlieren werde. Die Existenzangstnummer also - tja gerade lebe ich und ich bin sogar glücklich. Auch wenn ich traurig bin, dass ich viele von Euch lieben Menschen noch nicht persönlich treffen werde und ich auch Stefan in seiner Größe nicht live erleben kann. Mein Herz ist ruhig und meine kleine Britta fühlt sich gesehen und geliebt.
Das Retreat in Arco war mein Geburtstagsgeschenk. Am 14.10.2017 ist mein Ehrentag.
Ich bin so von Liebe erfüllt, dass sie bis zu Euch nach Arco strahlt und auch zu Dir, meine geliebte Anni.
Ich bin ich. Ich lebe. Ich bin frei. Und ich werde am 14.10.2017 hier zuhause auf mich anstoßen und mich feiern.
❤️❤️❤️❤️




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Ann-Kathrin Prelle
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